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 Individualität der Magie

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Fufu!
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BeitragThema: Individualität der Magie   28/10/2012, 4:11 pm

Was ich an der Chaosmagie besonders mag (ich zähle hier die naive Magie ohne System hinzu) ist das sie den Mut aufbringt eigenständig zu interpretieren. Aller Irrtum Anfang, beginnt hier mit dem Glaubenssatz alles mit dem Verstand begreifen zu können und sein Gehirn immer wieder mit einem beliebigen Lehrsatz zu malträtieren.

Der Verstand erfüllt seinen SInn und Zweck, auch in der Magie. Gerade ich bin gerne jemand der die Dinge mit einer gewissen (eigenen) Logik betrachtet und verdeutlicht.
Jedoch bietet der Verstand eine Fähigkeit zur Reflexion, die eigentliche Magie berührt er nicht. Diese ist Sache des Bewusstseins welches widerum aus wesentlich mehr als Logik besteht.

Etwas wird nicht verständlicher nur weil man es ständig verkompliziert, viel mehr sollte man es versuchen sinnlich zu erfassen, wobei ich Gefühl und Intuition miteinschliesse.
Es macht wesentlich mehr SInn zu beobachten, statt sich streng nach Formeln zu richten und groteske Fragen zu stellen. Magie benötigt immer zunächst eine sinnliche Erfahrung um Lebendigkeit zu gewinnen. Danach kann man beliebig formulieren und vertiefen.

Der nächste große Irrtum besteht darin sich zu verfluchen weil man nicht weiterkommt.
Das ist Schwachfug und unsinnig und wer solche Probleme nicht kennt, der heuchelt schlicht.
Magie wächst immer aus der Überwindung der Grenzen des eigenen Horizonts und der Mut seine eigenen Fehler zu erkennen ist sogar Grundbedingung, wenn man nicht in völliger FIktion enden möchte. Der Verstand ist in jeder Situation fähig sich Dinge beliebig zusammenzureimen, doch die Beobachtung, wird durch den eigenen Horizont bedingt.
Also sollte man immer zunächst den "Sensor kallibrieren" und neue Wege der Betrachtung lernen, bevor man die Dinge zurechtschiebt um eigene Grenzen zu überdecken.
Magisches Wissen ohne (Selbst)Beobachtung ist eien Phrase.

Etwas dass mich persönlich mächtig stört, ist dass die Leute ständig auf einen Knalleffekt warten. Es gibt durchaus (reichlich) spontane Erlebnise, aber gewöhnlich ist die magische Entwicklung ein gemächlicher Prozess.
Eine trockene Wahrheit ist, dass man immer wieder feststecken wird, solange bis eine bestimmte persönliche Lektion begriffen und verinnerlicht wurde. Das ist Teil des Plans. ^^
Selbst nach einem solchen Knalleffekt, kann man meistens wieder beobachten wie diese Wunder langsam wieder abnehmen, was nicht verstanden wird denn man hatte es doch eigentlich. So etwas ist ein Blinzeln, ein Wegschild und Hinweis der einen ermutigen soll weiterzuarbeiten. Magie ist immer mit der eigenen Entwicklung verbunden.


Etwas noch sehr stumpfsinniges dem man zum Opfer fallen kann ist die Angst zuwidersprechen. Doch von Anbetung des jeweiligen Lehrers bzw Lehrsatzes hat niemand etwas.
Das bedeutet nicht einfach sturr zu bleiben, man sollte alles betrachten auch wenn die eigene Emfpindung dagegen spricht, doch es macht keinen Sinn es sich gegen die eigene Überzeugung selbst aufzuschwatzen.
Dieser Mut zum Widerwillen soll nicht in Ignorranz münden, man sollte sich mit allem auseinandersetzen, auch wenn es noch so sehr den eigenen Perspektiven widerspricht,
Doch ohne eine ehrliche AUseinandersetzung, wird man kaum etwas begreifen, es wird schlicht übernommen und wiedergekäut.

Der nächste Punkt meiner Menung nach ist das sich Perspektiven und Methoden niemals in allen Punkten gleichen sollen. EIn schlechter Leherer zwingt einen Schüler auf seinen Weg und erschlägt jeden Widerspruch. EIn guter hilft dir deinen eigenen Weg zu beschreiten und setzt dir ein kleines Licht zur Orientierung vor die Nase.
Ich halte nichts von Kopien und denke ein Schüler wird ohne dieses Schema nie so gut werden wie sein Lehrer. Dies begründet sich nicht auf die jeweiligen Fähigkeiten, sondern das Original wird die Kopie immer überbieten. Also habe den Mut ein Pionier zu sein und traue dir zu eigene und neue Wege zu gehen.

Der "magische Weg" ist keine Anstrengung welche es zu verfolgen gilt, sondern eine persönliche ENtwicklung die an den eigenen Hindernisen reift und wächst.
Mir selbst wurde immer gesagt, das ginge so nicht und ich müsse mich endlich festlegen wenn ich weiter kommen möchte. Ich verwirre mich nur und kann nicht alles lernen. Ich bräuchte feste Grundsätze, Regeln und Lehrer.
Die meisten Magier kennen strenge Regeln und bauen ihre Türmchen beim Versuch die Mysterien zu verstehen, welche ihnen gelehrt werden.

Ich selbst halte davon wenig bis gar nichts und mag es solche Konstrukte lächelnd vom Tisch zu fegen.
Denn meiner Meinung nach ist ein guter Magier ein INdividualist. Er versucht keinen Mysterien zu verstehen die er nie berührte, bis seine Vorstellungen darüber so fest sind, dass er sie nicht mal erkennen würde wenn sie ihm in den Hintern treten. Die Realität ist immer etwas anders als erwartet, also macht es keinen Sinn sich zu steif zu gestalten., Man sollte liebe nach Übersetzungen suchen ür das, was bereits in einem getragen und selbst erlebt wurde.
Und wenn etwas zuerst äusserlich, beispielsweise durch Lehrschriften aufgefunden wird, sollte man es für sich selbst übersetzen oder es wird zu wertlosem Buchwissen.
Wobei ich anmerken muss, dass das nicht unbedingt schlecht ist. Ich selbst besitze genug Buchwissen, aber magisch, ist das wertlos, jedoch bei der Übersetzung eine gute Quelle der Inspiration.

Etwas das eigentlich selbstverständlich sein sollte, wird gerade von den männlichen Vertretern in der Magie gerne übersehen. Magie ohne Praxis ist ein hohles Konstrukt.
Magie lebt nicht in noch so alten staubigen Büchern.
Man könnte es mit 2 Forschern vergleichen welche beide die Farben untersuchen. Der erste sucht diese in seiner Umwelt, betrachtet sie und notiert seine Gedanken und Beobachtungen. Er ist dabei ziemlich unverständlich, wird mit der Erfahrung jedoch immer Präziser. Wenn er nun einen Blick in fremde Unterlagen wirft, vergleicht er diese mit der eigenen Erfahrung.

Der zweite hockt in einem grauen Labor und lernt die Wellenlängen des reflektierten optischen Spektrums und ordnet diese den jeweiligen Rezeptoren des Auges zu.
Er ist dabei äusserst präzise von Anfang an, hat jedoch niemals wirklich die Farben selbst gesehen und würde all sein Wissen augenblicklich fallen lassen.

Erwarte niemals alles so vorzufinden wie es in den Büchern steht. Das ist dumm, egal für wie intelektuell man sich auch halten mag. Solche Dinge wurden oft mit Mühe und Not aufgeschrieben, das merkt man wenn man seine eigene persönliche "Forschung" betreibt. Es geht hier nicht darum alles präzise festzuhalten, sondern etwas so zu schildern, das er wiedererkennbar ist und in die eigene Efahrung integriert werden kann.

Ein Gedanke, ein Lehrsatz oder ein Prinzip gehört einem
immer nur dann wenn man Fähig ist damit zu spielen.
Es bring nichts etwas erlesenes sturr runterzuleiern, sondern man sollte es auf mehrere Arten wiedergeben zu Metaphern greifen, in verschiedene Beispiele einsetzen und variieren können.

Das eigene Verständnis sollte nicht linear gehalten werden und einzelne Bedeutungen zuweisen. Einem Symbol eine geradelinige Bedeutung zuzuweisen, ist etwas so sinnvoll wie einen Baum als Sauerstoffproduzenten oder als Lawinenzaun zu begreifen.
Es geht nicht darum etwas auswendig zu lernen, sondern für sich zu entdecken.

Das heißt auch nicht man dürfe die Bücher nicht anrühren.
Diese können einen auf tolle Ideen bringen.
Aber übersetze ihre Bedeutung für dich selbst. Andere werden zunächst nicht verstehen wie man es wagen kann alte Lehrsätze umzuinterpretieren, aber man wird seine eigenen Ideen, selbst wenn man sie für verrückt hält. bald auch bei anderen wiederfinden.

Auch die Angst vor Fehlern ist ein Missverständnis, sei immer mutig genug dich selbst auszuprobieren, ob du dabei irrst ist völlig egal solange du dich entwickelst. Magie ist immer eine Reise eine Selbstfindung. Wenn man diese metaphorisch betrachtet und durch ein fremdes Land zieht und fremde Wörter lernt, so sind diese nicht plötzlich falsch sobald man die Grenze überschreitet und mit einer neuen Sprache konfrontiert wird, es hat sich nur der eigene Standpunkt verändert. Magie ist immer in Bewegung und das sollte man sich selbst zu Herzen nehmen.

Magie ist immer eine Spiegelung, von aussen nach innen. Das äussere ist ein LIchteinfall, nicht greifbar, aber es erzeugt ein Abbild. Es wirft einen Schatten. Immer auf dass was du im inneren trägst. Wenn du über irgend ein "Mysterium" stolperst und dich gerade mit Buddhismus beschäftigst, wirst du es darin wieder erkennen. Wenn du dich gerade mit den Elementen beschöftigst, wirst du es darin wieder erkennen. Wenn du gerade Crowley liest, wirst du es darin wieder erkennen,. Und alle denken ohne diese Vorlage wäre es nicht zu schafen. Ich sage das Medium ist beliebig und sie sind kurzsichtig. So frech bin ich affraid

Das ist das ganze Geheimnis.

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Gnothi Seauton
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Ceres
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BeitragThema: Re: Individualität der Magie   29/10/2012, 5:25 pm

Very Happy du machst dir ja viel Arbeit...

Ich kann auch nur dazu sagen, stures auswendig lernen bringt nicht viel.

Beim Karten legen hab ich´s deutlich gemerkt, indem ich mir das Buch zu den Lenormandkarten zu Herzen nahm und die einzelnen Deutungen zu den jeweiligen Karten "gelernt" habe.

Dabei musste ich feststellen, dass ich viele Deutungen anders sehe, wie sie in dem Buch beschrieben sind, da ich intuitiv aus dem Bauch heraus Karten lege.

Das Grundgerüst, sag ich mal, sollte man sich aneignen, damit man die einzelnen Karten kennt, aber vieles entspringt dann vom Innern her und das kann man nicht erlernen, das ist dann einfach vorhanden.

Aus diesem intuitiven Karten legen gab es auch eine "Aufgabe", nämlich sich selber ein eigenes Tarotdeck zu basteln bzw. zusammenzustellen.

Man lernt dadurch viel besser und verlässt sich auf seine Intuition oder besser gesagt auf seine Gabe.

Seht ihr das denn auch so?

Ich hoffe, ich hab euch jetzt nicht vollgetextet, aber die Chaosmagie ist wirklich faszinierend.

Liebe Grüße

Ceres





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BeitragThema: Re: Individualität der Magie   29/10/2012, 5:45 pm

System und Intuition sind sie ja Widerspruch. Viel mehr sollten sie sich ergängen. Man muss sich auch nicht völlig abgrenzen und jedes Rad neu erfinden. Die Menschen neigen dazu immer und immer wieder die selben oder ähnliche Ideen zu haben. Somit kann man durch EInfluss wesentlich beschleunigen., Aber das ganze soltle im Rahmen der eigenen Intuition stattfinden. Ich darf Symbole ruhig "lernen". Ich sollte dabei nur nicht der einen Intuition widersrteben wenn diese mir etwas ganz anderes sagen möchte.

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Gnothi Seauton
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BeitragThema: Re: Individualität der Magie   29/10/2012, 5:53 pm

Hi Ceres,

ich finde das Beispiel Kartenlegen bringt es sehr auf den Punkt. Ich selbst habe Crowleytarotkarten (komme mit denen einfach schon immer am Besten zurecht) und lege nicht regelmäßig sondern ausgesprochen selten. Wichtig ist dabei aber jedesmal, dass innerlich eine gewisse Leere entsteht, ein meditatives sich-versenken in den Karten...eine Floskel von Außen ist mir dabei eher hinderlich, weil ich mich sonst schnell an einer Karte festbeiße ohne den Zusammenhang zwischen allen Karten zu sehen. Ich lege bisher übrigens ausschließlich für mich selbst.

liebe Grüße
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