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 Autos und Puppen

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Fufu!
Zauberer
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BeitragThema: Autos und Puppen   27/2/2013, 12:04 am

Ich trage mich gerade mit einer interessanten Betrachtung herum.
Wenn die Kindheit die erste Etappe der sozialisierung ist und unser späteres Verhalten maßgebend vorprägt, ermöglicht dass interessante Perspektiven über das jeweilige Spielzeug welches wir den Geschlechtern zusprechen.
Jungs bekommen eher "heroisches" Spielzeug in Form von Actionfiguren oder technische Spielerein wie zum Beispiel Autos. Es ist also kein Wunder wenn sie später einen aggressiveren Grundton an den Tag legen, was ich aber gar nicht zwingend negativ besetzen möchte. Mädchen spricht man eher ihre Puppen zu, womit sie ein soziales Zwischenleben nachahmen und sich in imaginären Situationen üben, die eher emotional besetzt sind. Es ist also kein Wunder das viele Männder später ein ausgeprägtes technisches Interesse an den Tag legen, aber gewisse empathische Defizite aufweisen. Wenn die Kindheit sozialisierend wirkt, "fehlt" ihnen schlicht die frühre Beschäftigung mit solchen Themen. Das ist sicher eine überspitze Betrachtung und mir auch bewusst, ich finde es jedoch interessant wie maßgebend dieser ganze auf typische Rollen fixierte Genderismus uns von frühester Kindheit an versucht, bestimmte Schablonen zuzuweisen an denen wir uns zu orientieren hätten. Ich war beispielsweise doch relativ sensibel und meine Mutter bekam beinahe einen Anfall, als ich mir als Kind eine Puppe wünschte, welche mir "natürlich" verboten und vorenthalten wurde. Ein Junge darf ein solches Interesse nicht hegen. Ich will damit auch gar keine Ursache abstempeln und den Bogen meiner Rückschlüsse überspannen, aber ich stelle doch das zwar nicht unbedingt starre aber doch etwas steife Model der typischen und sehr früh greifenden geschlechtsspezifischen Rollenverteilung in Frage. Nur so ein Quergedanke und Randbeobachtung eines notorischen Flauschisten. Wie kreiseln eure Gedanken? study

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Gnothi Seauton
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Leeana
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   2/3/2013, 4:27 pm

Meine Gedanken "kreiseln" eher richtung Steinzeit und Natur.

Nehmen wir mal den Körperbau des Mannes. Breite Schultern, groß, ausgeprägte Muskeln. Wohingegen die Frau eher klein, schmal und zirlich erscheint.
Die Aufgabe des Mannes in der Steinzeit war es zu Jagen und die Lagerstätte (meist eine Höle) vor Bedrohungen zu schützen.
Die Frau blieb zu Hause (in dem Fall bei der Höle) und sammelte beeren, verarbeitete die Reste des erlegten Tieres zu Kleidung oder anderen brauchbaren Dingen und hielt die Lagersstätte sauber. Nicht zu vergessen sie gebar Kinder und und kümmerte sich um sie bis sie groß genug waren sich um sich selbst zu kümmern.

Interessant finde ich auch das Frauen sich wegen Kleinigkeiten wochenlang anzicken können wärend es bei Männern mal kurz eine Auseinandersetzung gibt, welche meist recht heftig ausfällt und oft auch einen handfesten Grund hat
Auch das ist auf die Steinzeit zurückzuführen.
Auf der Jagt war kein Platz für Kleinkram und rumgezicke. Da ging es um Leben und Tod. Einer musste sich auf den anderen verlassen können. Probleme wurden kurz aber heftig diskutiert und waren dann vom Tisch.
Frauen hingegen saßen praktisch aufeinander und hatten Zeit Wochenlang um die Höle zu tiegern und sich dabei gegenseitig wegen Kleinigkeiten in die Wolle zu bekommen.

Wir haben von der Natur eine gewisse Rollenverteilung vorgegeben, denn Frauen bekommen heute immernoch die Kinder. Sicher gibt es Frauen die sich für Technik interessieren und Männer die gerne Stricken. Erziehung spielt auch eine große und wichtige Rolle, da jeder Mensch von seinen Mitmenschen geprägt wird. Besonders von den Eltern. Das sind ja die mit denen wir die meiste Zeit unserer Entwicklung, bzw. in der prägendsten Phase der Entwicklung verbringen. Und ein Junge der in seiner Kindheit gerne mit einer Pupper spielen möchte, sollte auch eine bekommen. Mein Sohn hatte auch eine und konnte es gar nicht glauben das er damit gespielt hat. Ich erinner mich auch noch an die Diskusionen das ist ein Junge der kann doch nicht mit Mädchensachen spielen......
Heute ist er auch eher Technikinteressiert.

So das waren meine spontanen Gedanken zu dem Thema. Wer macht weiter? Smile
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Fufu!
Zauberer
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   2/3/2013, 7:34 pm

Deine Gedankengänge fand ich toll. =)
Ich muss bei Gelegenheit mal eine Frau anbrüllen "Tigerst du jetzt wieder wochenlang um die Hölle wegen solch einer Kleinigkeit?" xD

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Gnothi Seauton
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unbekannteReisende
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   3/3/2013, 11:06 am

Zeit zum rumhocken dürften die nicht gehabt haben. Keine Tierart kann sich unökonomisches Verhalten leisten.

http://archives.arte.tv/hebdo/archimed/19990803/dtext/sujet5.html

War hier nicht irgendjemand in der Archäologie beschäftigt? Mir geht dieses ewige Klischee auf den Wecker XD
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Morghaine
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   5/3/2013, 12:36 pm

@uR: thanks! mir auch Sad schreibe heute abend oder morgen mal ausführlicher dazu
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unbekannteReisende
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   5/3/2013, 7:21 pm

@Morghaine: Danke, ich warte sehnsüchtig darauf. Smile
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Morghaine
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   6/3/2013, 11:59 pm

Huhu ihr Lieben,


soooo...Wie heißt es so schön: Schlafende Hunde soll man nicht wecken Smile @Leeana und Fufu: Dank dieses hier angeschnittenen Themas ist aus meinem eigentlich nur für eine halbe Stunde angesetzten Arbeitstreffen mit einem kulturanthropologisch interessierten Kollegen eine zweieinhalbstündige Diskussionsrunde geworden! witch4

Die hier vorgebrachten Argumente zeigen (bitte nicht missverstehen, ist nicht bös' gemeint) wie sehr wir oft in sozio-kulturell vorgegebenen Denkmustern verhaftet sind. Mit anderen Worten: Wir neigen nur allzu gerne dazu, die in unserer Gesellschaft geltenden Normen und Verhaltensweisen auf andere Gesellschaften und Kulturen zu übertragen. Ich möchte im folgenden versuchen, aufzuzeigen, dass die von Fufu und vor allem von Leeana angesprochenen Phänomene zum allergrößten Teil sozio-kulturell bedingt sind, Hierzu möchte ich zunächst einige biologische und genetische Hintergründe beleuchten, dann auf ethnologische Vergleiche zu sprechen kommen, in einem dritten Teil historische und archäologische Beispiele bringen (mit einem kleinen Ausflug in die Religionswissenschaft) und schließlich ein paar neueste Ergebnisse aus den Neurowissenschaften und dem Bereich der Kulturanthropologie bringen.
Hier also zunächst Teil 1:)

Biologische und genetische Hintergründe

Leeana schrieb:
"Nehmen wir mal den Körperbau des Mannes. Breite Schultern, groß, ausgeprägte Muskeln. Wohingegen die Frau eher klein, schmal und zirlich erscheint."

Ist das wirklich so? Überall auf der Welt? Ich möchte dazu etwas weiter ausführen.
Der hier angesprochene Geschlechtsdiffeomorphismus (Unterschied in der äußeren Erscheinung von Männchen und Weibchen) ist im Tierreich weit verbreitet. Bei weitem nicht immer ist dabei das Männchen größer und stärker. In der Welt der Spinnen und Insekten beispielsweise ist es häufig sogar umgekehrt: So ist bei vielen Spinnenarten das Weibchen sehr viel größer als das Männchen - dieses muss oft sogar aufpassen, dass die Partnerin es nach der Paarung nicht auffrisst. Sehr viel näher mit uns verwandt sind natürlich Vögel und Säugetiere. Auch hier beobachten wir oft - aber bei weitem nicht immer - einen ausgeprägten Geschlechtsdiffeomorphismus: So ist bei vielen Vogelarten das Männchen sehr viel prachtvoller geschmückt bzw. sehr viel auffälliger als das Weibchen, bei Hirschen und Rehen oder auch bei Elefanten sind die Männchen deutlich größer und kräftiger als die Weibchen usw. All das dient nur einem Zweck: Man(n) möchte sich fortpflanzen! Mit ihrem prachtvollen Federkleid versuchen die Vogelmännchen, potentielle Partnerinnen zu beeindrucken. Biologisch gesehen macht das durchaus Sinn: Nur ein gesunder, kräftiger Vogel kann ein prächtiges, gut ausgeprägtes Federkleid vorweisen - und hat damit dann auch bessere Chancen zur Fortpflanzung. Bei jenen Säugetierarten, bei denen das Männchen größer und stärker ist, gilt zum Einen auch wieder das eben schon genannte Argument, daneben ist hier aber auch wichtig, dass man im Konkurrenzkampf bestehen muss. Da ist das Tier im Vorteil, das am kräftigsten ist.
Allerdings sind derartige Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei weitem nicht für alle Tierarten zu beobachten. Hasen z.B. weisen nur einen sehr geringen Geschlechtsdiffeomorphismus auf, ebenso viele Katzenarten oder auch Wölfe.
(Nebenbei bemerkt: Auch das Argument, Nachwuchs aufzuziehen sei biologisch gesehen eine typisch weibliche Aufgabe, lässt sich nicht verallgemeinern: So verschwindet z.B. das Weibchen bei einer bestimmten Barschart nach der Eiablage; das Männchen behütet und bewacht die Eier die ganze Zeit und sorgt auch dafür, dass sie genügend Frischwasser bekommen. Bei Pinguinen teilen sich Männchen und Weibchen die Brutphase und Aufzucht (der Film "Die Reise der Pinguine" ist dazu übrigens sehr sehenswert), und bei Seepferdchen ist sogar das Männchen "schwanger" bzw. trägt den Nachwuchs aus!)

Wie aber sieht es nun beim Menschen und bei unseren nächsten biologischen Verwandten aus? Betrachten wir zunächst heute lebende Affenarten, so fällt bei den meisten von ihnen ein ausgeprägter Geschlechtsdiffeomorphismus auf. In der Tat scheint es einen solchen starken Unterschied auch bei den frühesten Hominidenarten noch gegeben zu haben. Im Laufe der Entwicklung verschwindet der Größenunterschied aber so gut wie vollständig. Die Gründe hierfür sind sicher vielschichtig, aber zumindest ein Grund dürfte sein, dass im "Kampf" um die besseren Fortpflanzungschancen auch andere Qualitäten als reine körperliche Stärke immer wichtiger wurden. Blicken wir uns heute um, so sehen wir in Europa tatsächlich, dass Männer DURCHSCHNITTLICH (!) etwas größer und kräftiger sind als Frauen. Durchschnittlich, wohlgemerkt! In anderen Regionen der Welt ist dieser Unterschied zum Teil weniger ausgeprägt bzw. teilweise gar nicht beobachtbar.

Ende Teil 1


Blessed Be
Morghaine

PS: Die nächsten Teile werde ich morgen reinstellen - bin gerade etwas müde.
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unbekannteReisende
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   9/3/2013, 11:29 am

*Freut sich gespannt auf den nächsten Teil
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Leeana
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   11/3/2013, 10:59 am

Ich/wir freun uns auch schon sehr darauf was da noch kommen mag!
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   11/3/2013, 4:20 pm

DIe hier vorgebrachten Argumente waren übrigens eine Kritik Morghi ^^

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Gnothi Seauton
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Leeana
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   20/3/2013, 1:31 pm

So ihr Lieben, nachdem ich hier seit geschlagenen zwei Wochen meinem Mann auf den Keks gegangen bin und mich tierisch aufgeregt habe(da hätten wir wieder das wochenlang um die Höhle tigern), nebenbei haben wir auf Teil 2 und 3 gewartet, haben wir beschlossen jetzt doch schon mal was hierzu zu schreiben….

Auch während des Schreibens habe ich viel mit meinem Mann darüber diskutiert und auch viel gelacht, weil mein Mann sehr bemüht war sachlich zu bleiben, während ich , als um die Höhle tigernde Frau, sehr emotional gesteuert mich immer wieder in Kleinigkeiten verzettelt habe.

So jetzt doch mal zum Thema:

Zunächst einmal möchte ich anmerken das ich mich lediglich auf den mir bekannten Menschen Mitteleuropas bezogen habe. Und zwar nur auf den Menschen und die menschliche Entwicklung. Das es bei anderen Tierarten andere Ausprägungen gibt, sollte sich von selbst verstehen.
Bezüglich des ursprünglichen Themas habe ich bei Wikipedia einen sehr schönen Artikel gefunden, der etwas fachlicher ausdrückt was ich bereits oben mit meinen eigenen Worten geschrieben habe.
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Biologisch beeinflusste Verhaltens- und Persönlichkeitsunterschiede

Die Geschlechtsunterschiede beim Menschen gehen weit über anatomische Merkmale hinaus und finden sich in vielen Aspekten der Kognition, des Verhaltens und Störungen desselben wieder. Die historische Perspektive des Mannes als Jäger und Sammler, konkurrierend mit anderen Männern um Nahrung, Ressourcen und Frauen und mit geringen Investitionen in die Erziehung der Kinder, ist konsistent mit der Entwicklung von speziell männlichen Eigenschaften wie Aggression, Konkurrenz und Raumvorstellung. Bei Frauen standen wahrscheinlich Kindererziehung und die Fähigkeit, in einer kooperativen Gemeinschaft zu überleben, im Vordergrund, was die Herausbildung von kommunikativen und sozialen Fähigkeiten beförderte. Trotz des kürzlich eingetretenen kulturellen Wandels der Geschlechterrollen wird die Evolution des Menschen auch in Zukunft Verhalten beeinflussen.
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Trotzdem bin ich immer noch sehr an den Teilen 2 und 3 von Morghaine interessiert. Man lernt ja schließlich nie aus
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Morghaine
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   21/3/2013, 10:52 am

sorry für die lange pause Sad ich habe gerade wieder mal das pech, auf arbeit die sprichwörtliche "pandorabüchse" geöffnet zu haben...ich hoffe, dass ich bis ostern damit durch bin; dann habe ich auch wieder mehr zeit für andere sachen
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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   21/3/2013, 12:00 pm

Lass dir Zeit, das geht vor und wir warten gerne auf dich. =)

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BeitragThema: Re: Autos und Puppen   21/3/2013, 6:11 pm

ja, aber es nervt mich selbst, immer so hinterherzuhinken
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