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 Wermut

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shingetsu
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Anzahl der Beiträge : 15

BeitragThema: Wermut   15/2/2013, 6:06 pm

Wermut


Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Artemisia
Untergattung: Absinthiun
Art: Wermut
Englischer Name: Vermouth
Wissenschaftlicher Name: Artemisia absinthium
Volksnamen: Absinth, Aetsch, Bermet, Bitterals, Else, Eisenkraut, Gottvergesse, Hilligbitter, Magenkraut, Mottenstock, Ölde, Wärmede, Wermat, Wörmken, Würmut, Wiegenkraut, Wolfszausert


Namensherkunft: Woher der Name Wermut stammt ist unklar. Es gibt verschiedene Erklärungen. So lässt der Name Artemisia eine Verbindung zur Göttin Artemis vernuten. Diese wird auch „Mutter der Kräuter“ genannt.
Weitere Möglichkeiten der Namensherkunft sind von „Warm“, da es als erwärmendes Mittel eingesetzt wurde, oder von „Wurm“, da der Pflanze anti-parasitäre Eigenschaften zugeschrieben werden.

Vorkommen / Standort: Der Wermut ist in Nordafrika und gemäßigten Eurasien beheimatet. Dort bevorzugt er trockene und sandig-tonigen Boden, die in der Nähe von Wasserläufen liegen. Mittlerweile wächst er auch in Nordamerika. Er wurde dort eingeführt und kommt nun auch wild vor.

Beschreibung:
Der Wermut ist ein ausdauernder Busch. Dieser kann eine Höhe von 60 cm bis 100 cm erreichen. Der Busch ist aufrecht und verzweigt. Seine Blätter und sein Stängel ist von einem silbernen Haarkleid überzogen, das verleiht ihm einen silbergrauen Schimmer.
Die Blätter des Krauts sind dreifach fiederspaltig. Sie sind unten groß und werden nach oben einfacher. Die einzelnen Blattabschnitte sind lanzettlich.
Die Blüten sind hellgelb und halbkugelig. Sie befinden sich reichblutigen, verzweigten Rispen. Der Wermut verströmt einen stark würzigen Geruch.
Man kann ihn leicht mit dem Beifuß verwechseln. Da aber nicht nur das Aussehen, sonder auch die Wirkung, gleich ist, ist die nicht gefährlich. Unterschiede zwischen Wermut und Beifuß sind z.B.:
- Der Wermut ist kleiner als der Beifuß
- Der Beifuß ist von rötlicher Färbung und hat rötliche Blüten

Blütezeit: August bis September
Sammelzeit: Juni bis August

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Absinthol, Glykosid Absinthin, Bitterstoffe, Artemisin, Absinthiin, Anabsinthiin, Bernsteinsäure

Verwendete Pflanzenteile:
Zur Blütezeit sammelt man die oberen, zarteren Teile der Pflanze. Diese werden gebündelt und an einem luftigen Ort zum Trocknen aufgehängt.



Heilwirkung:
Hauptanwendung findet der Wermut als Mittel gegen Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden. So wird er auch gerne zur Nachbehandlung von Gallenkoliken verwendet. Auch wird er verwendet um den Appetit anzuregen.
Eine geringe aber nicht zu unterschätzende Wirkung hat die Pflanze als Tonikum amarum gegen Grippe und Erkältung. Es soll die Krankheitszeit verkürzen und das Wohlbefinden erhöhen. Zudem soll es die Abwehrkräfte steigern.


Homöopathisches Mittel:
Als homöopathisches Mittel wird es gegen epileptische Anfälle, nervöse und hysterische Krämpfe eingesetzt.

Hausapotheke:
Der Wermut ist häufig in der Hausapotheke anzutreffen. Verwendet wird er vor allem gegen Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden. Außerdem wird er als Mittel gegen Rheuma und Würmer benutzt.
Ansonsten soll es die Regelblutung verstärken und somit gegen Menstruationsbeschwerden helfen.


Gewürz:
Als Gewürz konkurriert er mit dem Beifuß und kann als Ersatz für diesen verwendet werden. Beide machen fette Speisen leichter bekömmlich und sorgen für eine gute Verdauung.
Für den Geschmack sorgen aromatische Bitterstoffe.

Weitere Anwendungsbereiche sind:
Allgemeine Schwäche,
Blähungen,
Mundgeruch,
Gelbsucht,
Nierenschwäche,
Kreislauf stärkend,
Wehen fördernd,
Ohrenschmerzen,
Offene Wunden,
Verstauchungen,
Quetschungen

Warnhinweise: Während der Schwangerschaft auf Wermut verzichten. Auch bei Magen- und Darmgeschwüren sollte man ihn nicht anwenden.
Vor dem bekannten Wermutschnaps Absinth muss gewarnt werden. Er kann zu einer Wermutsvergiftung führen. Zeichen der Wermutsvergiftung sind Zittern, Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Muskelkrämpfe und Bewusstlosigkeit.
Ein Langzeitkonsum in einer hohen Dosis kann die Sinne verwirren.

Dosis: Bei innerer Anwendung muss man beachten, dass die Dosis vom getrockneten Wermut nicht 0,5 g. überschreitet. Man kann das getrocknete Kraut 2- bis 3-mal täglich als Tee trinken.

Magische Erfassung:
Geschlecht: maskulin
Planet: Mars
Element: Feuer
Gottheiten: Iris, Artemis, Diana
magische Kräfte: übersinnliche Fähigkeiten, Schutz, Liebe, Rufen von Geistern

Magische Anwendungen:
Um seine übersinnlichen Fähigkeiten zu stärken, benutzt man Wermut entweder als Zutat für sein Räucherwerk oder man trägt ihn bei sich. Das Tragen bzw. Mitführen von Wermut soll außer dem vor Seeschlangenbisse und Verzauberungen schützen.
Angeblich soll das Kraut auch ein Gegenmittel bei Vergiftungen von Schierling und Giftpilzen sein. Bewiesen ist es nicht und darauf verlassen würde ich mich auch nicht.
Am Autorückspiegel befestigt, soll er vor Unfällen schützen.
Des Weiteren ist er auch sehr beliebt bei Liebesaufgüssen und Liebesmixturen. So soll der Wermut unter dem Bett gelegt die Person anziehen, die man liebt.
Verbrennt man ihn auch oft zusammen mit Sandelholz kann man Geister herbeirufen. Wenn man das Kraut auf Friedhöfe verbrennt, soll man die Geister der Toten herbeirufen können und sie zum Reden bringen.
Anwendungsbeispiele:
Tee zur Apetitanregung
Man nimmt einen Teelöffel getrockneten Wermut und übergießt diesen mit 150 ml kochendem Wasser. Nachdem man ihn drei Minuten lang ziehen ließ, siebt man ihn ab. Man trinkt den Tee eine halbe Stunde vor dem Essen.
Tinktur
Der Wermut wird dafür in ein Glas mit Schraubverschluss getan und entweder mit Weingeist oder Doppelkorn bedeckt. Dies wird 2 bis 6 Wochen lang ziehen gelassen. Danach abseihen und in ein dunkles Gefäß umfüllen. Wem die Tinktur zu konzentriert ist kann sie mit Wasser verdünnen.
10 – 50 Tropfen ein bis dreimal täglich kann man einnehmen.
Bitterer Geschmack:
Der Wermuttee hat einen bitteren Geschmack. Das Süßen hilft wenig. Es beeinträchtigt sogar die Wirksamkeit. Um die Bitterkeit erträglich zu machen hilft es den Tee zu gleichen Teilen mit Tausendgüldenkraut und Pfefferminze zu mischen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Wermutkraut
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/wermut.htm
http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Wermut.htm
Scott Cunningham, Enzyklopädie der magischen Kräuter, Schirner Verlag
Apotheker M. Pahlow; das große Buch der Heilpflanzen; Weltbild Verlag
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Schefadiduku
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Anzahl der Beiträge : 457
Alter : 30

BeitragThema: Re: Wermut   23/12/2013, 1:09 am

Kurze Anmerkung:
Es hält sich immernoch das Gerücht, dass Thujon (bzw. Thujone wie Absinthol) für den "Rauch der grünen Fee" im Absinth verantwortlich sind und es daher heutzutage festgelegte Höchstgrenzen für hier verkäufliche Absinthe gibt.
Die Werte gibt es zwar, jedoch ist mittlerweile bekannt, dass Thujon NICHT für den Rausch verantworlich ist, sondern die früheren Geschichten um Halluzinationen etc. einfach auf den hohen Alk-Gehalt zurückzuführen ist. Die Höchstgrenzen sind dennoch nicht schlecht, da Thujone Nervengifte sind.

Traditionell (bzw. "wie damals in Frankreich") trinkt man Absinth übrigens nicht mit einem brennenden Zuckerwürfel, sondern es wurde ein Zuckerwürfel auf einem entsprechenden Löffel über das Glas gelegt und ganz langsam Wasser darüber geträufelt, bis der Zucker aufgelöst war und eine milchige Flüssigkeit entstanden ist.

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