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 Interpretation des Garten Eden

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Fufu!
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BeitragThema: Interpretation des Garten Eden   17/11/2012, 4:10 am

Ich packe diesen Beitrag mal unter Aberglauben, obwohl Mythologie oder Religion passender wäre, aber im Prinzip meinen all diese Bezeichnungen das selbe unter verschiedenen Beurteilungen,

Ich habe mir heute zufällig ein paar Gedanken über den Schöpfungsmythos der Bibel gemacht was den Garten Eden anhört und würde diese Gedanken gerne teilen und eure Meinung dazu hören. Sowohl zu meinem Beitrag als auch zur Geschichte an sich.

Ich denke die biblische Darstellung an sich ist wahr und spiegelt sich, wenn auch etwas verzerrt, in anderen Kulturen wieder. Sie wird nur unter einem sehr besonderen kulturellen Verständnis aufgefasst. Das Volk hatte nicht viele Rechte und fühlte immer eine gewisse Ohnmacht gegen die Gewalten. Mögen es nun staatliche sein, Krankheiten oder Invasoren, Und dicht gefolgt von diesen Erschwernisen, war das Konzept der Sünde stets präsent. Der Mensch sei etwas unreines und müsse aus seinem finsteren Zustand erlöst werden. Am besten per passendem Heiland. Er müsse sein Leid erdulden und könne selbst nichts änderen, was wiederum gleichzeitig den Autoritäten ihre Macht sichert.

Unter diesen Gesichtspunkten, lassen sich in biblischen Erzählungen gewisse prägedne Elemente erkennen, die sich natürlich auch in ihren Überlieferungen wiederspiegeln. So wohnten Adam und Eva im Garten Eden, dem ewigen Paradies, bis Eva von der Schlange verführt wurde vom Baum der Erkenntnis zu essen und diese Frucht an ihren Mann weiter reichte. Dafür wurde beide aus dem Paradies verbannt um den Preis für ihre Sünde durch ein mühsames Leben zu bezahlen.

Ich werte diese Geschichte jedoch sehr besonders, ohne jetzt allzu genau auf Details eingehen zu wollen. Ich möchte jedoch das Grundverständnis aus der Auffassung extrahieren und gewisse typische Betrachtungen verdeutlichen.

Diese Geschichte, die ich als Metapher auffasse, ist meiner Meinung nach wahr und lässt sich an anderer Stelle wiederfinden, jedoch war wie erwähnt das kulturelle Verständnis jeweils ein anderes, was wiederum die gesammte Geschichte in einem bestimmten Grundton überpinselte-

Kommen wir zunächst zum wesentlichen Kern. Der Mensch lebt im Garten Eden, isst vom Baum der Erkenntnis und wird dafür verstossen. Das halte ich im Grunde für wahr, jedoch sehr zwanghaft aufgefasst.
Eden ist die Alleinheit, der paradiesische Zustand, kein Ort und der Baum der Erkenntnis, bzw dessen Frucht, ist die Fähigkeit zur Wahrnehmung und Urteilskraft. Oder um es anders zu sagen "zur Erkenntnis von Gut und Böse". zu subjektiven Urteilen, wie ich es verdeutlchen würde.

Der Mensch errang die Wahrnehmung die ihn der Göttlichkeit Näher brachte und wurde dafür aus dem Paradies geworfen, würde dann der Klartext lauten. Und eben hier spiegelt sich die typische Auffassung von Schuld um das eigene harte Schicksal zu begründen. Der Grundstein der Erbsünde von Anfang an. Das halte ich jedoch für eine sehr gezwungene Darstellung.

Der Verstoss aus dieser Alleinheit, wäre die Trennung durch die Dualität der Physis. Ich glaube jedoch nicht dass dies eine Strafe für das Bewusstsein war, sondern die Trennung fand statt um das Bewusstsein zu ermöglichen.
Eben durch diese Trennung wird das Bewusstsein somit erst möglich, der Verstand kann sich an den Widrigkeiten der Umwelt entfassen und der Mensch wird zur Selbsterkenntnis angerregt. Reduziert auf Stichworte bleiben hier nur Paradies, Erkenntnis, Trennung und eben diese Grundsteine wurden interpretiert. Doch unter dieser natürlich Auffassung, wurde Trennung sofort mit Verstoss und Strafe assoziiert.
Die Grundaussage lautet also "Ich lebte im Paradies und für mein Wissen wurde ich verstossen." Ich glaube jedoch eher an die Auffassung "Ich war Teil der Alleinheit und für die Fähigkeit zur Erkenntnis war eine Trennung nötig.

Das Paradies selbst der alleinheitiche Zustand ist ähnlich aufzufassen wie ich glaube. Es beschreibt einfach einen Zustand völliger Ekstase und Erfüllung. Ein hedonistisches Schlarafenland. ^^
Der heutige Mensch befindet sich wie schon erwähnt in der Dualität und ist in der solchen Genuss-fähig.
Er ist somit ein Gefäss für Eindrücke, welche wiederum der Erfahrung dienen. Wobei Drang und befriedigung, voneinander getrennt sind. Ebenso wie Hunger und Verkostung, sich bedingen und unterscheiden. In diesem paradiesischem bzw alleinheitlichem Zustand, "herrscht" jedoch eben besagte Alleinheit. Hierrauf bezogen würde das bedeuten die Fähigkeit zum Genuss und die Erfüllung selbst, sind verbunden und untrennbar. Jeglicher Sinn, wäre somit mit seinen Reizen identisch. ähnlich wie einem Brunnen der niemals leer wird.

Interessanterweise ist auch die Schlange hier wiederum der Verführer, da es sich um eine Sünde handelt, wärend in anderen Kulturen die Schlange selbst oder auch der Drache als geflügelte Schlange, Weisheitssymbole darstellen, ebenso wie die Schlange als Verführer hier dem Baum der Erkenntnis zugeschrieben wird.

Das war eine spontane Betrachtung von mir und es gibt durchaus ähnliche Perspektiven in anderen Kulturen, die wieder auf diese "Essenzen" zurück zu führen sind. Mich würde interessieren was ihr davon haltet und wie ihr dies selbst für euch versteht, sei es nun wörtlich oder wie in meinem Fall übertragen.

Liebe Grüße Witch1

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Gnothi Seauton
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BeitragThema: Re: Interpretation des Garten Eden   18/11/2012, 11:14 am

Seh ich genauso. Explizit nennen wollen würde ich noch den Aspekt des Ich-Bewusstsein. Den sie erkannten nicht nur Gut und Böse sondern auch sich selbst bzw. das sie nackt waren.
Worauf sie sich bekleideten, wieder das Scham und Schuld Thema
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unbekannteReisende
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BeitragThema: Re: Interpretation des Garten Eden   18/11/2012, 3:19 pm

Löwe: Interessant dass du diesen Aspekt anführst. Fufu und ich haben uns dazu kürzlich schonmal unterhalten, und genau diese Themen waren auch jene die mir dazu als erstes einfielen.
Adam "erkannte" seine Frau, sprich die beiden wurden sich darüber klar dass es einen körperlichen Unterschied zwischen ihnen gab...die Folge davon war das erneute Suchen der Einheit, die schließlich mit der Geburt ihres Kindes Ausdruck fand. (Sex als Akt des Wieder-Eins-Werden-Wollens).
Gleichzeitig die Scham voreinander als Ausdruck des Getrennt-Seins voneinander (körperlich und psychisch). Dualität pur^^
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BeitragThema: Re: Interpretation des Garten Eden   18/11/2012, 9:25 pm

Ich hatte das Thema vor nicht all zu langer Zeit auch mit einer Bekannten in einer lustigen Kaffeerunde.
Noch die Frage wie es ein Apfel wurde, denn man redet immer von einem Apfel aber in der Bibel stand nie etwas von Apfel
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BeitragThema: Re: Interpretation des Garten Eden   18/11/2012, 10:20 pm

Die Geschichte ist ja auch wiederum von den SUmerern übernommen und bei jenen war besagter Apfelbaum ein Strauch unter Wasser.

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Gnothi Seauton
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BeitragThema: Re: Interpretation des Garten Eden   19/11/2012, 8:36 pm

Wieso war der Baum ein Strauch und dann auch noch unter Wasser? Wieso sagen wir dann heute Apfel?
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Fufu!
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BeitragThema: Re: Interpretation des Garten Eden   19/11/2012, 8:45 pm

Gute Frage, ich weiß es nicht.

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Gnothi Seauton
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Morghaine
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BeitragThema: Re: Interpretation des Garten Eden   19/11/2012, 9:52 pm

der apfel ist erst im laufe des späten hochmittelalters hineingekommen. vorher war es einfach die "frucht". der hier genannte schöpfungsmythos ist nicht linear, sondern über etliche umwege und vor allem über eine länger währende mündliche tradierung ins at eingegangen. hinzu kommt, dass auch das at seit seiner ersten fixierung vielfältigen veränderungen unterworfen wurde. wenn man das alles bedenkt, so ist es im gegenteil regelrecht erstaunlich, wieviel von den sumerischen schöpfungsmythen in der genesis überlebt hat.

lg
morghaine
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BeitragThema: Re: Interpretation des Garten Eden   20/11/2012, 6:50 pm

Das in der Bibel je nach Tagesbefinden geändert wird ist klar. Wäre aber mal interessant wieso die den Apfel wieder rein genommen haben. Beschäftigt mich gerade
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