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 Das tierische Ich

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BeitragThema: Das tierische Ich   28/10/2012, 12:14 am

Das tierische Ich wird von vielen leider als unrein empfunden und gerade Magier neigen dazu, wärend Hexen diesen Teil von sich sehr oft zelebrieren, ihre Leidenschaft.
Männer neigen viel eher dazu diesen Teil von sich zu drängen, ebenso wie Frauen oft im Gegenzug ein Übermass an Vernunft ablehnen. Am Ende versteht der Mann nicht wie sich eine Frau so von ihren Gefühlen leiten lassen kann und die Frau findet es befremdlich wie kühl und besonnen der Mann oft bleibt.

Gerade in der Magie ist dieses Thema jedoch ein sehr wichtiges und wird gerne missverstanden. Natürlich soll ein Magier nach Kontrolle streben aber, Kontrolle bedeutet nicht verdrängen! Wer sein tierisches Ich verdrängt, verleugnet einen Teil seiner selbst und gerade in der magischen Entwicklung kann das sehr hemmend wirken, bis irgendwann nichts mehr funktioniert.

Auch ich hatte mit dieser Lektion lange zu kämpfen da ich die Kontrolle über all meine Leidenschaften und Triebe suchte. Doch eigentlich habe ich sie nur verdrängt. Wer sein Wesen wirklich verstehen möchte, muss es vereinigen statt einen Teil davon in einen dunklen Keller zu sperren, gerade für einen Magier ist das wichtig und jede gute Hexe hat darüber eine innere Gewissheit. Aber für einen Mann kann die Macht des Gefühl sehr befremdlich sein. Er darf nicht weinen wenn ihn etwas berührt, ihm ist es verboten zu zeigen wenn er verletzt ist und er darf seinem besten Freund nicht sagen dass er ihn lieb hat. Denn das wäre "unmännlich". Aber gerade ein Magier darf sich solche Idiotien nicht leisten.

Ich selbst habe das animalische Ich erst wirklich verstanden als ich es astral kennen lernte. Ich war völlig auf diesen Anteil "reduziert". Mein "Restselbst wurde dabei völlig zurück gelassen. Ich habe gefauch und gebrüllt wie ein wildes Tier, was sehr interessant ist, denn ansonsten verfüge ich astral über keinerlei Stimme. Da sind nur Gedanken. Scheinbar ist die Stimme ein Teil des tierischen Ichs und das "hohe" Ich äussert sich über Gedanken, wärend das uns bekannte Menschliche in der Kluft zwischen diesen beiden Wesensgrenzen angesiedelt ist.

Man könnte das tierische Ich also dem Unterbewusstsein zuordnen oder sogar damit gleichsetzen.
Es verfügt kaum über einen rationalen Verstand, alles geistige ist rudimentär und ungezähmt. Es ist dunkel und auf den ersten Blick könnte man es für bösartig halten, doch das wäre kurzsichtig. Viel mehr ist es verspielt und von der eigenen Kraft fasziniert, wie eine Katze im wilden Spiel mit einer Maus.
Es besitzt keinerlei Schuldbewusstsein und ist völlig frei.
Sich selbst in dieser Form zu erfahren ist befremdlich aber wunderschön.

Es geniesst sich selbst ohne jeglich Berechnung oder Heuchelei, es brüllt und bäumt sich wild auf, es lebt alle seine Triebe ohne sein Gewissen zu belasten. Es hat keine Angst sich selbst zu lieben und lacht wie wahnsinnig, ohne sich hinter seinem Verstand zu verstecken. Es ist durchaus das, was man als dämonisches Ich bezeichnet, aber wir verstehen diese Seite falsch, oder besser gesagt wir verstehen sie nicht.
Aus dem einfachen Grund weil es da nichts zu verstehen gibt,
Der Verstand ist an dieser Stelle völlig fehl am Platz und dort gibt es nur Selbstverständlichkeit und glühende Spontanität.

Es ist reiner Instinkt ohne Hemmungen. Es bietet sich selbst keinen Widerstand und kennt keinen Selbstkonflikt. Es ist so frei wie wir das nur Träumen und man wird sich derSteine bewusst, die wir auf unserem Gewissen tragen.
Es ist pure Leidenschaft ohne Reue.
Auch wenn es bösartig wirken kann, ist das eher Imponiergehabe, das wilde Spiel eines Tiers, welches keine Angst hat sich selbst ehrlich zu begegnen.

Ich möchte auch nicht dass diese Worte falsch verstanden werden. Der Magier sollte sich nicht nur noch seiner tierischen Seite zuwenden und die Vernunft verfluchen, aber diese auch nicht über alles erheben. Ich glaube der wahre Sinn der Magie ist immer der Ausgleich. Es geht nicht darum sich auf eine Seite zu schlagen, sondern frieden mit sich selbst zu schliessen und sich in allen Facetten zu akzeptieren, zu lieben und zu respektieren.

Das tierische, wie das vernünftige und seinen Zwischenpol, den Menschen.

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Gnothi Seauton
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Melina
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BeitragThema: Re: Das tierische Ich   1/11/2012, 1:23 pm

Huuuuhh Fufu!

Danke für diesen Beitrag.
Ich musste an so vielen Stellen lachen, weil ich mich soooooo viel wieder finde...

"Leider" (?) bin ich keine typische Frau, und nicht emotional, sondern sachlich-inhaltlich vom Typ her... Ich bin ein Vernunftmensch durch und durch.

Auch ich musste durch sehr harte Lektionen lernen, dass diese Vernunft nicht alles ist und ich auch nicht alles sachlich-inhaltlich in meinem Leben klären, erleben und verstehen kann.....

Jetzt gerade habe bin ich wieder an einem Punkt, an dem ich merke, das ich mein tierisches Ich wieder zu lange nicht richtig beachtet und zu lange verschlossen gelassen hatte... es drängt nun und ich muss dann aufpassen, dass es nicht so aus mir herausplatzt. Ich gehe auch davon aus, dass meine Krankheit ein wenig damit zu tun hat.. Nach TCM ist Leber immer angestautes und Wut und Verdränung.. --> da schließt sich der Kreis Twisted Evil

Also : pro tierisches Ich , ich bin aber auch jemand, der weiß, wie hart so manche/r daran arbeiten muss....

*und schon geht die Melina los, ihr Tierchen streicheln* ...

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Liebe Grüße,
die Melina...
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BeitragThema: Re: Das tierische Ich   1/11/2012, 4:47 pm

Ich habe auch lange Zeit nicht begriffen wie nahe das "niedere" tierische Ich am kindlichen Ich ist. Genau genommen ist das KIndliche ich, einfach ein exaktes Gleichgewicht zwischem der tierischen und der geistigen Komponente unserers Wesens. Darum heißt es wohl auch "seid wieder wie die Kinder". Für mich war es nicht ganz einfach dass zu verstehen. Ich finde es eigentlich zum brüllen komisch da ich doch (das kommt darauf an mit wem man mich vergleicht) ein recht erfahrener Magier bin. Und so etwas selbstverständliches übersehe ich? Ich musste sogar weinen als ich das begriffen habe. Es hat mich berührt. Smile

Ich muss übrigens feststellen du bist eine bemerkenswerte Hexe. Das sage ich nicht ständig und du hast dafür meinen ehrlichen Respekt. Like a Star @ heaven

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Gnothi Seauton
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Melina
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BeitragThema: Re: Das tierische Ich   1/11/2012, 5:31 pm

elite

Zitat :
Ich muss übrigens feststellen du bist eine bemerkenswerte Hexe. Das sage ich nicht ständig und du hast dafür meinen ehrlichen Respekt.

Huch, danke, mein Lieber. So etwas hört man auch nicht ständig! Freude
Ich war in dem Kontext jetzt etwas verwirrt.. Aber du beziehst das wahrscheinlich auch nicht auf das Thema, sondern allgemein?

Zitat :
Genau genommen ist das KIndliche ich, einfach ein exaktes Gleichgewicht zwischem der tierischen und der geistigen Komponente unserers Wesens.

Das ist grundsätzlich halt schon total das interessante Thema, also allgemein auf die Menschen bezogen. Bei einigen ist die eine Seite verstärkt ausgeprägt, bei anderen wiederum die Vernunft und der Kopf. Bei einigen bleibt (das ist ja auch häufig bei psychischen Erkrankungen so) das Kindliche Ich im Vordergrund. Die Kunst ist wahrscheinlich, genau, dieses Gleichgewicht herzustellen, um komplett sein Potenzial ausschöpfen zu können.

Einige Tierisches-Ich-Menschen sind halt nicht in der Lage (eventuell auch von der Veranlagung) sich Gedanken darüber zu machen und geistlich irgendetwas zu erfassen. Andererseits gibt es wiederum vernunftsgesteuerte Menschen, die ihr Leben lang abstreiten würden, ein Tierisches Ich zu besitzen.

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BeitragThema: Re: Das tierische Ich   6/11/2012, 12:38 am

Interessanterweise befasst sich auch die Soziobiologie mit dem tierrischen Erbe des Menschen. Denn auch wenn es viele Menschen nicht zu geben wollen, ist doch ein gewisser Instinkterest in ihnen verborgen. Dabei denke ich aber persönlich, dass es auch einen Sinn hat, dem Lustprinzip nicht ständig nachzugehen. Zudem hat Freud nicht ohne Grund den Zusammenhang zwischen Trieb und dem Es, Ich und Über-Ich beschrieben. Gerade das Über-Ich spiegelt die Vernunft im Gegensatz zu dem ES, die natürliche Triebinstanz, wieder. Vielleicht wäre es auch hierbei hilfreich, sich damit zu beschäftigen um den Sinn hinter allem zu erkennen?

In jedem Fall denke ich, dass jeder ein tierisches Ich in sich birgt, nur mancher anders damit umgeht als man selber. Dabei würde ich aber das kindliche Ich gar nicht soweit vom tierischen Aspekt trennen wollen. Das Kind ist noch relativ frisch, unberührt. Die Seele ist noch unbearbeitet und erst die Gesellschaft sorgt dafür, dass es sich angepasst verhält. Würde man Kinder nicht dazu erziehen, würden sie auch nicht aufrecht gehen oder Sprechen lernen. Man hat Kinder gefunden, die natürlich unter Wölfen aufgewachsen sind. Die sich selber wie Tier gebärdeten. Altersmäßig waren sie noch Kinder, aber wo blieb die Menschwerdung? Als was zeichnet sich Menschlichkeit denn aus? Das alles kann man wohl doch nicht so einfach erklären, ist es doch gesellschaftsabhänig, kulturell einschätzbar. Aber dennoch fühlt man viel, wenn man so will, wie ich denke. Man muss es nur zulassen wollen.

Ein gutes Miteinander mit dem inneren Kind, dem tierischen Erbe kann bestimmt der Magie verhelfen neue Energien für sich zu entdecken. Seit einiger Zeit befasse ich mich auch damit. Mein Freund schaute damals verwundert, als ich mich zu seinen Füßen zufrieden schnurrend hinlegte. Es kam einfach über mich. Aber ich weiss, dass ich diese Seite nicht jedem zeigen kann, nicht darf. Mancher würde es als Verrücktheit bezeichnen. Ich selber war in dem Moment einfach nur zufrieden mit meinem Ich, drückte dies nur auf eben einer anderen Ebene des Menschsein aus.

Bloß kennt ihr das Gefühl auch, wo die Energien so an einem reißen, dass sie ängstigen? Das man das Gefühl hat, es ist zu stark, was da gerade ist? Das man sogar zurückfaucht, um sich davor zu schützen?

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BeitragThema: Re: Das tierische Ich   6/11/2012, 12:57 am

Ich muss dazu sagen, ich bin der "klassische" Vernunfts-Magier, wenn dieses dick aufgetragene Wortspiel erlaubt ist. Magie ist Selbstbeherrschung und Blablabla. Mich hat jedoch die Praxis gelehrt, dass gegen all diese theoretischen Konzepte, dass so nicht stimmt. Dafür musste ich mein tierisches Ich selbst erleben. Und ja es ist sehr nahe am kindlichen ich. Ich denke das klindliche ich besteht so lange, wie diese Wesenskomponenten augeglichen sind. Ich zweifle immer mehr an dem was wir Vernunft nennen.
Nicht an der Vernunft an sich, sie ist ebenso Teil unseres Wesens, aber ich denke es kann nicht richtig sein eines dem anderen überzuordnen, oder sogar zwischen rein und unrein zu trennen. Ich denke das versteht beinahe jede Hexe, aber Magier tun sich da wesentlich schwerer. Ich denke das animalische ist auch näher an der Weiblichkeit und der Verstand wohl dafür am männlichen Pol. Darauf möchte ich mich jedoch nicht festlegen.

Umso mehr ich selbst erlebe, umso mehr glaube ich an eine gesunde Einheit. Der Mensch ist zu theoretisch in seinen Konzepten die seine Betrachtung stützen. DAbei bin ich dem Intellekt keinesfalls abgeneigt, ich denke sogar, dass ich vor allem magisch, doch recht analytisch betrachte.
Jedoch ist das beste Konzept ohne praktische Erfahrung, ein hohles Gerüst welches auf annahmen basiert.

Und Nein, kenne ich in Bezug auf das tierische Ich nicht, ich bin im Gegenteil eher zu beherrscht-

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Gnothi Seauton
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