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 Organe und Organismus als universale Ordnung

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BeitragThema: Organe und Organismus als universale Ordnung   25/10/2012, 11:06 pm

In der Magie gibt es etwas das oftmals als göttliche Ordnung beschrieben, aber selten wirklich verstanden wird.
Natürlich kann auch ich diesen Anspruch nicht vollständig erheben, das wäre arrogant und niemand kann es, da dieser Erkenntnisprozess kein Ende kennt. Ich möchte aber versuchen meine Einsichten wiederzuspiegeln, da sie auch für andere nützlich sein könnten. Mir hat dabei übrigens eine Reisende geholfen bei der ich mich bedanken möchte. =)

Es fällt mir schwer diese Einsicht geordnet wieder zu geben und es wird mir an dieser Stelle kaum gelingen, also erlaube ich mir so wild zu sein wie ich möchte und statt zu überlegen wo ich ansätze springe ich einfach ins kalte Wasser. Ich denke man kann mir dennoch folgen. Wenn ihr dem nicht zustimmt, so müsst ihr das nicht, darum geht es nicht. Vielmehr möchte ich meine Perspektiven teilen. Wenn jemand etwas daraus für sich mitnehmen kann, wäre dass umso schöner.

Kommen wir aber zum wesentlichen, das was die Magie immer schon antreibt, ist die Frage "Was die Welt im innersten Zusammenhält", es ist der Versuch eine Ordnung im scheinbaren Chaos zu erkennen.
Die oftmals genannte göttliche Ordnung. Göttlich ist jedoch fast noch zu wenig und ich möchte den Begriff universale Ordnung verwenden. Es ist ein Organisationsprinzip welches alles nach einem Muster zusammenfüht oder wenn man so möchte, der Sinn.

Diesen Sinn, könnte man auch als Grundgesetz begreifen, obwohl der Begriff Gesetz sehr gezwungen ist, viel mehr ist es ein Fundament, aber ich erlaube mir die Details schwammig zu gestalten und lieber auf das Wesentliche abzuzielen. Dieser Sinn ist sehr einfach wiederzugeben. Liebe ist ein Grundgesetz. Das klingt nun nach einer sehr romantischen Vorstellung, ist aber in diesem SInne gar nicht so aufzufassen. Wenn man es nüchterner ausdrücken möchte, könnte man es wie folgt formulieren: "Synthese ist ein Grundgesetz". Das ist ein sehr simpler Ansatz, auf den die gesammte Ausführung hinauslaufen wird. Ich weiß das klingt alles noch sehr schwierig aber ich denke am Ende wird es klarer werden, oder eben nicht.

Wenn man dieses Grundgesetz akzeptiert (Nein ich möchte keinen Zirkelschluss vorsetzen aber die Ausführung wird etwas anspruchsvoll), kann man dies auf den Begriff der Magie übertragen.
Magie wäre dann ein Ausdruck dafür, ein Bewusstsein für die "höhere" Einheit zu entwickeln.
Sie sollte von keinem Herrschaftsgedanken geprägt sein wie es leider sehr oft der Fall ist, sondern das gesammte Gefüge erkennen, in dem jedes Element eine wichtige Rolle durch seine Aufgabe spielt. Ansonsten wird ein einzelnes Element über die Ordnung erhoben und kann sich nicht als Teil dieser erkennen, beziehungsweise daraus wieder auf die nächste höhere Ordnung schliessen. Natürlich gibt es nicht nur eine höhere Ordnung von der man selbst ein Element ist, sondern es existiert ebenfalls eine kleinere Ordnung.
In diesem Fall wäre der eigene Organismus die Ordnung die sich wiederum aus kleineren Elementen zusammensetzt.

Eben diese Ordung passt wiederum in ein anderes magisches Grundgesetz "Wie oben so unten".
Mit anderen Worten die von mir oft und gerne erwähnte Ordnung von Makro und Mikrokosmos.
Solch einen Kosmos, könnte man auch als Mensch bezeichnen, folgerichtiger wäre es jedoch den Menschen als Kosmos zu betrachten. Viele magische Systeme sprechen aus diesem Grund von einem kosmischen Menschen.
Hierunter ist aber kein Männdchen zu verstehen, denn die Gestalt resultiert immer aus einer Anpassung an Anforderungen und Umständen und ist somit auf jeder Ebene verscheiden.
Viel mehr geht es um die Struktur der Grundprinzipien aus denen sich eine solche EInheit bzw Kosmos zusammensetzt und die eben immer wieder anzutreffen sind, auf welche Ebene man die Betrachtung auch übertragen möchte.

Diese Ebenen kann man nun widerum auch als Welten ausdrücken was meiner Vorstellung von der magischen/göttlichen/universalen Ordnung entspricht. Welten in Welten in Welten, welche gegenseitig aufeinander aufbauen und sich quasi in einem geschachteltem Verhältnis befinden. Wie die berühmten russischen Puppen (Matroschkas) , wobei jede Puppe mehrere kleinere enthält und wiederum den Inhalt einer noch größeren bildet.

Eben dieses Weltenmodell lässt sich nun vielfach übertragen wenn man betrachte was Welt hier ausdrücken möchte. Eine Welt ist immer eine bestimmte Ordnung von Elementen und als solche ein Organismus.
Wobei der Organismus sich wiederum aus einzelnen Elementen zusammensetzt die in einem bestimmten Verhältnis zusammenspielen. Somit wären diese Elemente wiederum Organe. Das ist die einfache Grundordnung die sich nun anwenden und übertragen lässt.

Wenn man nun zum Beispiel auf ein Phanteon überträgt, ein Gesamtbild von Göttern, zum Beispiel aus dem Hinduismus oder das griechische Phanteon mit Ares, Aphrodite, Zeus und wie sie ale heißen, dann wäre dieses wiederum ein Organismus. Aus dieser Betrachtung werden auch die mehr oder weniger versteckten Gemeinsamkeiten der Phantea offensichtlich, welche immer wieder aus den selben Organen bestehen, auch wenn die Eigenschaften manchmal gemischt werden, oder um einige Elemente erweitert.
Wenn ein solches Phanteon also einen Organismus darstellt, dann wären seine einzelnen Götter Organe.
Tyoische Organe in diesem Fall wären Kriegs, Liebes und Erntegott, sowieso einen Obergott der quasi als Gehirn zu verstehen wäre. Somit kann man ein solches Pantheon wieder leicht als göttliche Ordnung begreifen.
Generell lassen sich sämtliche Genien (Wesenheiten), als solche Organe begreifen.

Falls der Gedanke zu schwammig ist, lässt er sich am griechischen Phanteon besonders gut begreifen, da diese Götter sehr menschlich gehalten sind. Somit entspricht jeder Gott einer menschlichen Eigenschaft, die in ihrer Gesammtsumme wiederum einen göttlichen Menschen ergeben, oder anders gesagt, es sind Organe die einzelne Züge des menschlichen Charakters repräsentieren.

Man könnte auch wiederum mehrere Sternensysteme zu einem kosmischen Menschen zusammenfassen um das Bild zu verdeutlichen. Nach dieser Ausführung kann man einen Schritt weiter gehen und sich etwas weiterführendes bewusst machen. Der Ausdruck Mensch, ist hier eine Projektion der eigenen Ebene. Natürlich sind alle Götter zusammengefasst kein Mensch und auch eine Summe von Sternensysteme bilden kein Menschlein. Vielmehr handelt es sich hier um einen Kosmos. Ein Kosmos der sich aus einem bestimmten Schema von Organen zusammensetzt die wiederum einen Organismus bilden. SOmit wäre auch der Mensch ein solcher Komos und die eigentliche EInheit wird deutlicher. Der Mensch ist ein Kosmos, nicht der Kosmos ein Mensch, es greifen jedoch immer wieder die selben Grundlagen im Gefüge der Elemente.

Ich würde den Gedanken noch etwas weiter spinnen und behaupten hier findet sich der Unterschied zwischen Magier und Zauberer. Der Zauberer wirkt aus der eigenen Perspektive, er sucht nach Macht, wärend der Magier die Ordnung begreifen möchte, er erkennt sich als ein Teil eines größeren Gefüges und sucht nach Weisheit. Er möchte nicht nur lernen zu wirken, sondern auch die Auswirkungen verstehen. Wärend sich ein Zauberer darum wenig kümmert und zufrieden ist, sobald ihm der Einfluss gelingt. Der Zauberer will Herr über die göttliche Ordnung sein, der Magier möchte sie verstehen.

Es bleibt hier noch zu erwähnen das man dieses Verhältnis von Organen und Organismus auf sämtliche Berreiche der Magie übertragen kann. Ich werde sie hier nur kurz erwähnen und ein anderes mal genauer ausführen, das sprengt sonst völlig den Rahmen. Aber es reicht zu erwähnen dass zum Beispiel die Sephirot wieder solche Organe darstelleen ebenso wie die Tattwas. Beides sind wieder einzelne Elemente einer Ordung. Wenn man dies verstanden hat, hilft das Bewusstsein darüber die Komponenten von magischen Systemen nicht einfach nur als einzelne Organe zu erkennen mit denen man wirken kann, sondern sie in Summe als eine Ordnung zu begreifen.
Wobei eine solche Ordnung in einen größeren Rahmen gesetzt wiederum wie Organe funktionieren. Wenn man zum Beispiel Chaosmagie betreibt, ist dieses Verständnis besonders Hilfreich um die Einzelnen Modelle oder gar Systeme wiederum als Organe zu begreifen, welche sich ergänzen und sich zu einer Ordnung des eigenen magischen Systems zusammen schliessen. Es stimmt also nicht Chaosmagier würden kein System besitzen, sie fassen nur den Rahmen etwas größer. Da man einzelne magische Systeme mit ihren Vor und Nachteilen, wiederum als Organe begreifen lassen, die man zu einem Organismus kombinieren kann.

Man könnte sich nun die Frage stellen warum man sich so sehr verwirren sollte,
Nun das muss man nicht, aber ein Magier sollte es früher oder später. Ich möchte hier anmerken, ich verwende Magier als persönlichen Begriff. Es geht nicht darum ein Magier wäre besser als eine Hexe. All das sind persönliche Ausdrücke, ich selbst könnte mich genauso gut Hexer nennen und es würde nichts ändern.
Ich verwende diese Begriffe jedoch um für mich zu ordnen. Es ist eine persönlcihe Betrachtung von mir und hat wenig mit eigentlichen Magiern zu tun. Die Grenzen sind hier fliessend und eigentlich ist man immer eine Mischung aus Hexer-Magier-Zauberer, mir geht es lediglich um persönliche Ordnung.
Kommen wir aber zur Frage zurück welchen SInn das ganze ergibt. Nun ganz einfach, ich würde niemanden dazu zwischen in Organismen statt in Organen zu denken, das wäre sogar doof und es ist wesentlich ratsamer sich zunächst mit EInzelheiten zu befassen, statt gleich nach einem Kosmos zu greifen.

Der Grundgedanke ist hier jedoch ein sehr philosophischer. Suche nach Weisheit und nicht nach Wissen.
Zwischen diesen Begriffen gibt es einen sehr großen Unterschied, Hier geht es jedoch auch nicht darum Wissen für nutzlos zu erklären, jeder Magier versucht es zu erringen, jedoch verleiht erst die Weisheit dem vorhandenem Wissen eine gewisse Balance in der Anwendung.
Wissen bezieht sich immer auf Details, auf einzelne Elemente welche präzise analysiert werden, was auch gut und richtig ist. Jedoch führt dies oft zu einer gewissen Betriebsblindheit und am Ende sieht mand en Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Was nützt es die Details noch so genau zu verstehen, wenn ich nicht das geringste Bewusstsein über ihr Zusammenspiel, ihre EInheit besitze? Natürlich könnte man diese Frage auch umdrehen als Gegenargument "Was nützt es mir eine Einheit zu begreifen deren Elemente ich nicht verstehe?" . Was ein berechtigter EInwurf wäre, allerdings ist es sehr schwierig den Organismus zu verstehen, ohne die Organe kennen zu lernen. Solch ein Problem wäre äussert originell. ^^

Genau greift ein mächtiges Problem der Magier, sie werden zu Narzisten und Egomanen, durch die eigene Arroganz die einzelnen Organe verstanden zu haben. Jedoch besitzen sie keinerlei Bewusstsein über die Ordnung und machen sich selbst lächerlich und behindern sogar ihre eigene Entwicklung. Jedes Element, das gilt auch für den Magier selbst, ist ein Teil einer größeren Ordnung und ist völlig irrelevant, ob mir dieser Umstand auch bewusst ist. Es ist ein universales Gesetz.

Das bringt uns zu einem weiterführenden philosophischen Problem. Die Notwendigkeit der Demut.
Ein Magier der eine solche nicht empfindet, hat versagt, egal wie wissend er auch sein mag.
Demut bedeudet jedoch nicht sich zu verleugnen, das wird oft missverstanden.

Demut bedeutet nicht das eigene Licht zu verstecken, Demut bedeutet das Licht anderer zu erkennen. Witch1

_________________
Gnothi Seauton
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