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 Chaosmagische Bannungen

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Schefadiduku
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BeitragThema: Chaosmagische Bannungen   24/11/2009, 3:32 pm

Chaosmagische Bannungen haben den Vorteil, dass sie beim Anwender kein Glaubenssystem voraussetzen, wie dies zum Beispiel beim bannenden Pentagrammritual der Fall ist. Dort werden kabbalistische Namen oder Engel angerufen, mit denen der Praktiker teilweise gar nichts am Hut hat. Zwar werden Chaosmagier (zum Beispiel im IOT oder der AutonomatriX) darauf hingewiesen, ihre individuelle Bannung, bzw. Schutzkreis zu entwickeln, der auf die Person abgestimmt ist, jedoch gibt es auch eine Reihe von standardisierten Techniken, was z.B. die Durchführung von Gruppenarbeiten um einiges erleichtert. In diesem Fall werden diese meist mit dem Kommando „Einatmen…“ angezeigt.
Die bekanntesten hiervon möchte ich euch hier kurz vorstellen.

Kurz vorweg zum Thema Intonation:
In vielen Systemen ist von Intonation die Rede. Intonation kann als ein innerliches Vibrieren verstanden werden. In alten Grimoires ist manchmal die Rede davon, dass man damit die Wände des Tempels zum wanken bringen soll. Wichtig ist dabei den Ton oder das Wort sowohl zu rufen, als auch verinnerlichen.


IAO-Formel

Stelle dich mit Blickrichtung zum Alter oder Richtung des „magischen“ Ostens auf (ob dies tatsächlich der Himmelsrichtung Osten entspricht ist Nebensache, da die wenigsten Räumlichkeiten sich geografisch ausrichten).
Atme mit einem tiefen Atemzug ein und strecke dabei die Arme nach oben. Intoniere in einer hohen Tonart den Vokallaut „Iiiiiii…“. Stelle dir währenddessen vor, wie ein weißer Lichtstrahl gleichzeitig von oben nach unten und von unten nach oben durch dich hindurch geht, ohne Start- und Zielpunkt in die Unendlichkeit. Hierbei werde dir bewusst, dass sich der Makro- und der Mikrokosmos miteinander verbinden.

Atme erneut tief ein und strecke die Arme jeweils zur Seite. Halte die Visualisierung des weißen Strahls dabei aber aufrecht.
Intoniere nun den Vokallaut „Aaaaaa…“ in einer mittleren Tonlage und visualisiere, wie ein roter Lichtstrahl gleichzeitig von links nach rechts und von rechts nach links durch deine Arme und dich strömt, ohne Start- und Zielpunkt in die Unendlichkeit. Werde dir hierbei bewusst, dass du sowohl die konstruktiven, als auch die destruktiven Elemente miteinander verbindest (oder positiv und negativ, kabbalistisch die Säulen der Gnade und der Strenge, Yin und Yang, etc.).

Atme erneut tief ein und führ die Hände an deinem Körper vor deinem Bauch zusammen, sodass sie ein „O“ bilden, wobei du die alten Visualisierungen aufrechterhältst. Vibriere nun den Vokallaut „Ooooo…“ in einer tiefen Tonlage und visualisiere, wie dich eine blaue Kugel vollständig umgibt. Werde dir bewusst darüber, dass dich diese blaue Kugel vor allem Schützt.


OMNIL-Formel

Der Name der OMNIL-Formel setzt sich aus den lateinischen Begriffen für „alles“ (omnis) und „nichts“ (nihil) zusammen.
Visualisiere oder ziehe einen waagerechten Kreis (auf der Höhe deiner Körpermitte) um dich herum aus einem weißen Strahl. Spreche dabei „Null der Zeit“.
Auf gleiche Weise ziehe einen weißen Kreis um dich, wobei du über deinem Kopf beginnst, rechts seitlich nach unten, unter deinen Füßen durch und an der linken Seite wieder empor und spreche „Null des Raumes“.
Beginne wieder über dir und ziehe einen weißen Kreis von oben hinter deinen Rücken entlang nach unten und von den Füßen aus nach vorne gehend wieder nach oben. Spreche dabei „Null der Ereignisse“.
Nun konzentriere dich noch einmal auf die drei Kreise, überkreuze die Arme vor der Brust und spreche/intoniere „Omnis Ex Nihil“ (Alles aus Nichts).


Gnostische Pentagrammritual

Im Gegensatz zum bannenden Pentagrammritual, welches mit vielen hebräischen Gottesnamen und Engeln arbeitet, beschränkt sich das gnostische Pentagrammritual ausschließlich auf Vokallaute und bedient sich in der Durchführung der Anordnung der Chakren.
Vorweg weise ich daraufhin, dass die Vokallaute absteigend (von „I“ nach „U“) erst hoch und dann immer tiefer in der Tonlage intoniert werden, anschließend natürlich genau umgekehrt. Verwende hierbei jeweils einen Atemzug. Beim anschließenden Ziehen der Pentagramme jedoch in einer meist mittleren Tonlage alle während eines Atemzuges.

Schritt 1:
Nehme einen tiefen Atemzug und visualisiere wie von oben ein weißer Lichtstrahl in deinen Kopf strahlt und sich in diesem Bereich sammelt. Intoniere mit den Vokallaut „Iiiiii…“
Visualisiere wie der Lichtstrahl weiter nach unten bis in deinen Halsbereich fließt und intoniere „Eeeeee…“
Visualisiere wie der Lichtstrahl bis in deinen Herzbereich fließt und intoniere „Aaaaaa…“
Visualisiere wie der Lichtstrahl bis in deinen Solarplexusbereich fließt und intoniere „Oooooo…“
Visualisiere wie der Lichtstrahl bis in deinen Rumpfbereich (Manipura Chakra) fließt und intoniere „Uuuuuu…“ und lasse den Lichtstrahl nach unten durch dich hindurchbrechen.
Halte die Visualisierung aufrecht und visualisiere den weißen Lichtstrahl nun wie er von unten wieder in dich hinein zum Rumpfbereich fließt und wiederhole die vorangegangenen Schritte rückwärts, bis zu wieder „Iiiiii…“ intoniert hast. An den fünf Punkten, wo sich der Lichtstrahl gesammelt hat, strahlt es nach diesem zweiten Durchlauf noch stärker.

Schritt 2:
Zeichne nun vor dir ein aufrechtes Pentagramm aus weißem Licht, beginnen an der Spitze nach links unten. Während du eine Linie ziehst intoniere die Vokallaute in einem Atemzug beginnend mit „I“, bis du wieder an der Spitze angelangt bist.
Steche nun mit der Hand (oder Stab, Schwert, etc.) in das Pentagramm und lasse es „aufflammen“. Ziehe ohne abzusetzen von der Mitte des Pentagramms aus einen Viertelkreis nach links und wiederhole den vorherigen Teil so lange, bis du von vier Pentagrammen umgeben bist, die alle mit einer Linie verbunden sind.

Wiederhole abschließend Schritt 1.


Gnostische Donnerkeil

Die vorgegebenen Tonhöhen für das gnostische Pentagrammritual müssen/sollten hierbei nicht beachtet werden. Mit „Ziehen“ ist natürlich die Visualisierung gemeint.

Schritt 1:
Ziehe eine gelbe Linie von deinem dritten Auge zu deiner linken Schulter und intoniere „Iiiiii…“
Ziehe eine hellblaue Linie von deiner linken zu deiner rechten Schulter und intoniere „Eeeee…“
Ziehe von dort eine rote Linie zu deiner linken Brust und intoniere „Aaaaa…“
Ziehe von dort eine schwarze Linie zu deiner Leber und intoniere „Ooooo…“
Ziehe von dort aus eine dunkelgrüne Linie zu deinen Genitalien und intoniere „Uuuuu…“

Hierbei wird NICHT wie im gnostischen Pentagrammritual jeder Vokallaut mit einem Atemzug intoniert, sondern für alle fünf wird ein einziger langer Atemzug verwendet.
Führe nun wie beim gnostischen Pentagrammritual die Schritte einmal rückwärts aus.

Schritt 2:
Zeichne diesen Blitz nun vor dir in die Luft, während du die Vokallaute dementsprechend in einem Atemzug intonierst und wende dich anschließend jeweils um 90° nach links, bis du wieder in der Ausgangsposition stehst.

Abschließend wiederhole Schritt 1.


„I Am!“

Stehe mit geschlossenen Augen und visualisiere ein Licht oder eine Flamme in deinem Inneren, welche beginnt dich auszufüllen. Flüstere „I am!“ (eng. „Ich bin!“).
Visualisiere wie das Licht oder die Flamme nach außen dringt und dich um dich herum oder vielleicht gar den ganzen Raum ausfüllt und spreche schon energischer „I am!“
Visualisiere wie das Licht oder die Flamme sich über den Raum hinaus ausbreitet (bei guten Visualisierungskenntnissen bis ins ganze Universum) und rufe laut „I am!“
(diese Bannung entstammt dem englischen Buch „Hands On Chaos Magick“ von Andrieh Vitimus und kann natürlich auch mit dem deutschen „Ich bin!“ angewendet werden)

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Machst du einen Schritt in die richtige Richtung, oder einfach nur einen Schritt nach Vorn?
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